Islamofaschismus

hitchens

Christopher Hitchens zur Verteidigung des Begriffs:

In akademischen Zirkeln der USA tobt eine Debatte um den Gebrauch des Begriffs „Islamofaschismus“. Vor allem linksintellektuelle Kreise bestreiten seine Legitimität – aus Gründen einer übertriebenen politischen Korrektheit. Warum Dschihadismus und Faschismus dennoch geistesverwandt sind.

Der Versuch des konservativen Autors David Horowitz und seiner Verbündeten, eine „Woche gegen den Islamofaschismus“ („Islamofascism Awareness Week“) an den amerikanischen Universitäten auszurufen, hat diverse Reaktionen provoziert. Dazu gehört auch der Versuch, den Begriff „Islamofaschismus“ selbst in Frage zu stellen.

In linken akademischen Kreisen gehört es zum guten Ton, jede Verbindung zwischen dschihadistischer und faschistischer Ideologie zu belächeln. Menschen wie der Historiker Tony Judt schreiben mir Briefe, in denen sie diesen Vergleich als ahistorisch und allzu simpel abtun. In manchen Medienkreisen gibt es einen Unwillen, überhaupt das Wort „Dschihad“ mit dem Adjektiv „islamisch“ zusammenzubringen, weil man damit – so etwa der Kommentator Alan Colmes – eine ganze Religion in Verruf bringen könnte. Er und andere Kollegen wollen nicht einmal die extremste Form des Islam mit dem entsetzlichen Wort „Faschismus“ bezeichnen. Schließlich sagt man mir zuweilen, der Begriff „Islamofaschismus“ sei unfair oder Ausdruck eines Vorurteils, weil man ja keine andere Religion mit dem Faschismus in Verbindung bringe.

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