Archiv für Mai 2009

Trailer: Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans

Abel Ferraras Bad Lieutenant war nicht gerade leichte Kost und auch kein Film dem man uneingeschränkt weiter empfehlen will. Harvey Keitel schaffte es den wohl abstoßensten Polizisten, der je auf Film gebannt wurde, darzustellen. Jetzt hat sich das deutsche Enfant terrible Werner Herzog an einer neuen Fasung des Stoffes versucht. Der Trailer sieht eher nach einer DTV-Produktion aus, dafür trägt Nicolas Cage ausnahmsweise mal eine vernünftige Frisur. Abel Ferrara hatte zu dem Remake dies zu sagen:“As far as remakes go, … I wish these people die in Hell. I hope they‘re all in the same streetcar, and it blows up.“

Video: Kanye West – Paranoid

Trailer: ’77

Poster: (mehr…)

Trailer: Human Target

Dies ist bereits der zweite Versuch einer erfolgreichen Fernsehserie aus der DC Comicbuchreihe Human Target. Im ersten Anlauf wurde die Rolle des Christopher Chance noch von Rick Springfield gespielt, dieses Mal versucht, der vielleicht aus Boston Legal bekannte, Mark Valley sein Glück. Der Trailer ist zwar sicherlich nicht bahnbrechend, aber er verspricht doch sehr viel Spaß.

Einen guten Ausblick auf die anderen neuen US-Serien bieten sablog.de und Cultural Learnings.

Video: Regina Spektor – Laughing With

‚Laughing With‘ ist die erste Single aus dem neuen Album Far.

Mixtape: Joell Ortiz – Covers The Classics (Hosted By DJ Green Lantern)

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Joell freestyled über ein paar klassische Beats.

Download: Joell Ortiz – Covers The Classics (Hosted By DJ Green Lantern)

Backcover: (mehr…)

Trailer: 9


(G4TV, via ComingSoon.net)

Trailer: Mega Shark vs. Giant Octopus

Mensch, von Lorenzo Lamas habe ich seit Renegade nichts mehr gehört. Dank des JoBlo Podcast wurde ich aber auf seine Rolle in dem Film Mega Shark vs. Giant Octopus aufmerksam, welcher übrigens gestern in den USA auf DVD erschien. Eine ausführliche Besprechung des Werks gibt es bei Final Girl zu lesen.

Video: Cage – I Never Knew You


(via Byron Crawford, dort kann man sich auch die dazugehörige EP runterladen)

Die „linke“ Gentrifizierung

Erstaunlich ist, dass das Linksradikale die Bastion zur Verteidigung des Bestehenden werden konnte. Heute bleibt ein selbstgefälliges und zutiefst konservatives »wir waren schon immer hier«, mit dem die zu »Freiräumen« erklärten Orte verteidigt werden. Aus der Gewohnheit wird das Recht auf Eigentum abgeleitet: mein Haus, mein Block, mein Kiez. Die bürgerliche Ordnung wird affirmiert, die Welt wird aus der eigenen Lebenswirklichkeit abgeleitet. Aus dem Recht der Etablierten wird die Konsequenz gezogen, dass Hinzugezogene und Nicht-Ansässige kein Recht auf eine Raumnutzung hätten. Schließlich seien diese für den Anstieg der Mieten verantwortlich. Ein sehr spezielles Interesse, nämlich das Interesse einer Subkultur am Wohnen in Altbauten in der Innenstadt, wird als allgemeines Interesse ausgegeben. Dabei sind die meisten dieser »Freiräume« Abenteuerspielplätze für weiße Westeuropäerinnen und -europäer, die Anfang bis Mitte 20 sind. Man könnte die Klientel mit Hilfe von soziodemographischen Variablen verorten. Dem nebenan in der Platte wohnenden allein erziehenden Hartz-IV-Empfänger bringt der »Freiraum« herzlich wenige Vorteile.

Bei aller Betonung des Politischen geht es letztlich um eine Subkultur, die sich in Differenz zu dem, was sie für etablierte Kultur hält, konstituiert. Die Kritik am Lieblingsfeindbild Yuppie bleibt auf der Ebene von Konsumpräferenzen: falsches Getränk, falsches Auto, zu teure Wohnung. Entsprechend waren in den vergangenen Monaten in Berlin vermeintliche Yuppiekneipen, »Luxuskarossen« und Häuser mit Eigentumswohnungen das Ziel von Angriffen mit Buttersäure, Farbbeuteln und Brandsätzen.

Man will angeblich keine Räume des Konsums – aber erstaunlicherweise beherbergen nahezu alle »Freiräume« den Konsumort Kneipe. Moralisch guter Konsum heißt in Berlin: Sterni trinken für billig, ob am Späti oder im linken »Freiraum«. Schlechter Konsum: zu McDonald’s gehen. Am Rande: Bei McDonald’s erhalten die Angestellten wenigstens einen tariflich garantierten Lohn, so unzureichend und mies dieser auch sein mag. In der Sterni-Ökonomie bedeutet »unkommerziell« in der Praxis dann unbezahlte Arbeit für alle – als ob es davon nicht bereits viel zu viel gäbe und man den Null-Euro-Job erst noch erfinden müsste.

Der vollständige Artikel von Hans-Christian Psaar findet sich hier