Volkserziehung à la Fatih Akin

Ich wünsche mir Quotenfilme für Europa: Bestimmte Länder müssten bestimmte Filme spielen. Und wenn sie nicht gut besucht wären, müssten sie trotzdem gezeigt werden. Das ist natürlich viel zu radikal für so eine neoliberale Welt, viel zu sozialistisch gedacht. Ich weiß, dass ich hören würde: „Geh doch zu Gysi, Mann.“ Aber wenn man sich die letzten zwanzig, dreißig Jahre Kulturschaffen in Deutschland anguckt, hat man es doch mit einer unwahrscheinlich großen Verwahrlosung zu tun. Ich bin in einer Fernsehkultur groß geworden, in der die Filme auf jeden Fall zu Ende geguckt wurden. Da wurde nicht herumgezappt, die Abspänne liefen noch ganz, keine Werbepausen. Man konnte, man musste sich wirklich auf einen Film einlassen.

[via SZ]

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