Der Film kam bei seiner Premiere auf der Berlinale nicht gerade gut weg. So schreibt kino-zeit.de:
… das ist Jud Süß – Film ohne Gewissen: eine unangenehme und seltsame unpassende Mixtur aus Schmierenkomödie und Histörchenfilm, aus der (durchaus vorhandenen) Jovialität der Macht und den billigen dramatischen Effekte, aus Klischees über Künstler und die Filmleute, aus Faktenverdreherei und eine extremen Künstlichkeit der Inszenierung.und critic.de fügt hinzu:
In der Berlinale-Pressekonferenz schwärmt Roehler von der „glänzenden Schauspielerei und Dramaturgie“, davon, wie subtil der Regisseur Veit Harlan Jud Süß damals inszeniert habe.Aber was soll das heißen? Dass hetzerische, gemeine, verlogene Propaganda handwerklich gut gemacht sein kann? Donnerwetter, wer hätte das gedacht. Moritz Bleibtreu, der den Goebbels spielt, plädiert dafür, „mit unserer Geschichte auf spielerische Art umzugehen, sich davon zu lösen, sie aber nicht zu vergessen.“ Um was zu tun? Seifenopern aus der Welt der Oberen Zehntausend des „Dritten Reichs“ zu produzieren, mit sich auf Bettlaken räkelnden Frauen in Unterwäsche und BDM-Mädels, die nicht nur versteckte Juden verraten, sondern auch noch zum Fellatio-Dienst unter dem Schreibtisch antreten?
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