Archiv für Februar 2010

Kurze Kostproben aus Johnny Cashs neuem Album American VI: Ain‘t No Grave

(via The A.V. Club)

Arte Themenabend: Widerstand in Birma

Burma VJ

Arte erinnert heute abend mit den Dokumentationen Burma VJ und Gefangen in Birma, an die schon fast vergessenen Aufstände in Birma, die 2007 von der Militärjunta auf brutalste Weise niedergeschlagen wurden.

Nachtrag: Arte hat Burma VJ und Gefangen in Birma für die nächsten 7 Tage online gestellt.

Vive la ville!

Armin Nassehi zum Zusammenleben in der modernen Gesellschaft:

Die Urbanität der Städte lebt vom bürgerlichen Privileg, in Ruhe gelassen werden zu können. Nur in Städten kann es gelingen, Hunderten von Fremden zu begegnen und niemanden von ihnen bedrohlich zu finden. Nur in Städten kann man wirklich allein sein – weil so viele andere da sind. Nur in Städten bleibt man unbeobachtet – weil der andere eben ein Fremder ist. Wie weit eine Gesellschaft das Privileg zulässt, in Ruhe gelassen zu werden, kann letztlich als Maß für Modernität herangezogen werden. Merkwürdig ist deshalb, dass Fremdheit und Distanz, Indifferenz und emotionale Neutralität in dem angedeuteten Sinne eine traditionell schlechte Presse haben. Die Geschichte der modernen Sozialutopien ist voll von Erzählungen, die das Gegenteil von Fremdheit und Indifferenz postulieren– und zwar von rechts wie von links. Die Verbrüderungsforderung der Nation will aus Unbekannten Volksgenossen oder wenigstens Landsleute machen.

Video: Joey Cape – Okay


(via)

Joey Cape befindet sich gerade mit Tony Sly und Jon Snodgrass auf Europatour, die ihn übrigens heute nach Leipzig führt.

Words of Wisdom

Pop ist ein Schlaganfall, der einen im Stehen ereilt, nicht im Sitzen.


Julian Weber
zu den Diskussionen um Helene Hegemann. [via]

Trailer: World’s Largest

mixtape: thaw

Tracklist: (mehr…)

In Memoriam Bon Scott

Heute vor 30 Jahren verstarb Bon Scott, der legendäre Sänger von AC/DC, an seinem eigenen Erbrochenen.

Zur Premiere von Jud Süß – Film ohne Gewissen

Der Film kam bei seiner Premiere auf der Berlinale nicht gerade gut weg. So schreibt kino-zeit.de:

… das ist Jud Süß – Film ohne Gewissen: eine unangenehme und seltsame unpassende Mixtur aus Schmierenkomödie und Histörchenfilm, aus der (durchaus vorhandenen) Jovialität der Macht und den billigen dramatischen Effekte, aus Klischees über Künstler und die Filmleute, aus Faktenverdreherei und eine extremen Künstlichkeit der Inszenierung.

und critic.de fügt hinzu:

In der Berlinale-Pressekonferenz schwärmt Roehler von der „glänzenden Schauspielerei und Dramaturgie“, davon, wie subtil der Regisseur Veit Harlan Jud Süß damals inszeniert habe.

Aber was soll das heißen? Dass hetzerische, gemeine, verlogene Propaganda handwerklich gut gemacht sein kann? Donnerwetter, wer hätte das gedacht. Moritz Bleibtreu, der den Goebbels spielt, plädiert dafür, „mit unserer Geschichte auf spielerische Art umzugehen, sich davon zu lösen, sie aber nicht zu vergessen.“ Um was zu tun? Seifenopern aus der Welt der Oberen Zehntausend des „Dritten Reichs“ zu produzieren, mit sich auf Bettlaken räkelnden Frauen in Unterwäsche und BDM-Mädels, die nicht nur versteckte Juden verraten, sondern auch noch zum Fellatio-Dienst unter dem Schreibtisch antreten?

Antisemitismus an nordamerikanischen Hochschulen