Ein kurzer Kommentar zum WWF

Gestern zeigte der WDR die Reportage WWF – Der Pakt mit dem Panda, dies führt bei Twitter zu enttäuschten und empörten Äußerungen. Ich habe die Doku zwar nicht gesehen, was ich hier nachholen könnte, jedoch nicht tun werde, da ich die Zusammfassung der Süddeutschen gelesen habe und mich auch nur darauf beziehen werde. Darin wird dem WWF hauptsächlich Komplizenschaft mit der Industrie vergeworfen und dadurch Täuschung der Mitglieder. Das Hauptproblem liegt wohl darin, dass der WWF nicht dem vorgefertigten Bild eines Naturschutzvereins einspricht. Er ist nämlich nicht dem inszenierten Protest à la Greenpeace, und auch nicht dem kleinbürgerlichen Baumpatentum à la BUND und NABU verpflichtet. Auch ist er bei vielen Punkten (wie Atomkraft, indigene Völker und Gentechnik) nicht der strikten Ablehnung verpflichtet. Damit passt er einfach nicht in die vorgefertigte Schublade eines Umweltschutzvereins, was hoffentlich die Mitglieder des WWF nicht verwundern sollte, schließlich hat er um seine verstärkte Zusammenarbeit mit der Wirtschaft kein Geheimnis gemacht. Umweltpolitik ist nun mal einfach ein Geben und Nehmen, auch wenn es in den Medien immer als Spiel um Alles oder Nichts erscheint.

Etwas seltsam erscheint mir im Artikel der SZ die mehrfache Erwähnung des Geld- und Blutadels, der als Teil der Freimaurer gilt, nur um zu erwähnen, dass Prinz Phillipp vor 50 Jahren einen Tiger erschoss und zu mutmaßen:

dass der Verband nur entstand, weil der Großadel in Zeiten der Entkolonialisierung um seine Jagdgebiete fürchtete.

Alleine durch die Gründung des Large Herbivore Network wird es der WWF sehr schwer haben jemals meinen Respekt zu verlieren, den er, im Gegensatz zu Greenpeace et al., besitzt.

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