Veranstaltungstipp: Zur Lage Israels nach dem »Arabischen Frühling«

Die politische Situation in der arabischen Welt hat sich im letzten Jahr grundlegend gewandelt. Nach dem Sturz der Diktaturen in Tunesien, Ägypten sowie den Aufständen in Bahrain, dem Jemen und in Syrien keimte seit langer Zeit wieder Hoffnung in einer Region auf, die sich in den letzten Jahrzehnten vor allem durch gesellschaftliche Stagnation auszeichnete.

Die israelische Regierung reagierte jedoch von Beginn an skeptisch auf die Entwicklungen und in der Öffentlichkeit begann eine Debatte darüber, ob die Sicherheitsinteressen des Landes mit einer grundlegenden Demokratisierung der arabischen Länder vereinbar sind.

Auch wenn der Ausgang des arabischen Frühlings noch nicht abzusehen ist, scheint sich diese skeptische Haltung zu bestätigen. In allen Ländern, in denen diktatorische Regimes gestürzt wurden, haben sich Islamisten zur stärksten politischen Partei entwickelt. In Ägypten konkurrieren gar radikale Islamisten wie die Muslimbrüder mit noch radikaleren Salafisten darum, wer die Regierung stellt.

Die liberalen, fortschrittlichen Kräfte, die anfangs eine wichtige Rolle in der ‚Facebook-Revolte’ spielten, wurden an den Rand gedrängt und sind kaum mehr wahrnehmbar.

Was bedeutet die Entwicklung in der arabischen Welt für Israel? Wie steht es um die Sicherheitsinteressen und den Friedensvertrag mit Ägypten? Gibt es noch Anzeichen für eine mögliche Liberalisierung der arabischen Länder, die sich langfristig positiv für Israel auswirken könnte?

Diese und weitere Fragen sollen an diesem Abend mit Tal Gat diskutiert werden, dem Leiter der Abteilung Öffentlichkeit der Israelischen Botschaft in Deutschland.

Eine Veranstaltung des Bündnis gegen Antisemitismus in Zusammenarbeit mit dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

Dienstag, 7.2.2012, 19:00 Uhr
Zeitgeschichtliches Forum (Grimmaische Str. 6, 04109 Leipzig)

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