Archiv der Kategorie 'politics'

Christopher Hitchens über die Jahre zum Irakkrieg

2 Vorträge von Magnus Klaue

Bürgerliche Kälte – Zur Aporie historischen Eingedenkens in der Kritischen Theorie [via Erinnern, Vergessen, Verdrängen]

Daß die „Dialektik der Aufklärung“ an ihren „schwärzesten Stellen“ vor der „These der Gegenaufklärung“ resigniere, daß der Schrecken sich nicht abschaffen lasse, und zu einer negativen Geschichtsmetaphysik zu gerinnen drohe, hat bereits Jürgen Habermas 1963 festgestellt. Es war sein Entrebillet ins Racket der Nachlaßverweser des Erbes von Horkheimer, Benjamin und Adorno, das seinen Aufstieg zum Chefphilosophen der neudeutschen Zivilgesellschaft ermöglichte. Doch auch bei Leuten, die keiner Sympathie mit Habermas verdächtig sind, ist die Behauptung populär, dass die „Dialektik der Aufklärung“ und die „Negative Dialektik“ durch ihre Hypostasierung der negativen Totalität des Geschichtsprozesses jede empathische Identifikation mit „den Opfern“ unmöglich machten, ja die Differenz zwischen Tätern und Opfern gar nicht mehr denken könnten. Gegenüber diesem verschämten Abschied von der Kritischen Theorie, der sich neuerdings auf Jean Améry beruft, soll der Vortrag zeigen, daß die Verweigerung einer gefühligen Identifikation mit den Opfern der Shoah und die „kalte“ Vernachlässigung des empirischen Einzelschicksals bei Adorno sich selbst als Konsequenz historischen Eingedenkens angesichts eines Menschheitsverbrechens verstehen lassen, das den Begriff des „Einzelschicksals“ bis ins Innerste fragwürdig gemacht hat. Gerade deshalb hat die frühe Kritische Theorie vom Opfergedenken einen verbindlicheren Begriff als die seither entstandene nationale Gendenkkultur, die „die Opfer“ nicht empathisch genug betrauern kann, um umso gründlicher zu vergessen, woran sie erinnern und wozu zu sie auffordern.

Die Vermittler der Vermittlung [via APDT Jena]

Eigentlich gehört es zum Selbstverständnis “einer progressiven Linken”, die neuen Medien als potentiell kritisch oder gar revolutionär zu affirmieren. Jedenfalls legt eine lange Tradition der Theorien “emanzipatorischer Aneignung” der neuen Medien, von Brecht über Enzensberger bis zum angewandten Medienmanagement eines Norbert Bolz, dies nahe. Dass sich neuerdings wieder dezidierte Medienkritiker unter Linken zu Wort melden, ist dennoch kein Widerspruch. Denn auch sie distanzieren sich sofort vom vermeintlichen Kulturkonservatismus der Mediendefätisten Horkheimer und Adorno und praktizieren Kritik als das, was sie mittlerweile fast nur noch ist: als pädagogische Rezipientenberatung, mithin als Einschwörung des Publikums auf die zur Totalität gewordene Sphäre falscher Vermittlung.

„Kill the Jews“ – Nicht mit Sergei M. Eisenstein

Eine großartige Szene aus Panzerkreuzer Potemkin .

Vortrag: Alex Feuerherdt – Arabischer Frühling oder islamistischer Winter?


(via @Feuerherdt)

Hitchens zum Sonntag


(via Open Culture)

Jon Stewart versus Bill O’Reilly, die 5. Runde

Unter dem Titel The Rumble in the Air-Conditioned Auditorium debattierten sie gestern in Washington. [via Slate]

Hitchens zum Sonntag

Eine Diskussion aus dem Jahr 2007 zu seinem Buch God Is Not Great: How Religion Poisons Everything.

Jon Stewart versus Bill O’Reilly, die 4. Runde

Dokumentation: Hillsborough – Heading for Disaster (Teil 1)


(via)

How to Deal with a „truther“ (Christopher Hitchens style)