Archiv der Kategorie 'science'

David Attenborough über Darwin


[via Nautilus]

Bonustrailer: Charles Darwin and the Tree of Life (mehr…)

Lesen schlägt aufs Hirn

cannabis corpse

Die SZ berichtet von den Ergebnissen einer neuen Cannabisstudie aus Australien:

Die Wissenschaftler untersuchten 15 Männer mit einem Durchschnittsalter von rund 40 Jahren, die in einem Zeitraum von mehr als zehn Jahren täglich mehr als fünf Joints geraucht hatten.

Ich wundere mich etwas, das überhaupt so viele Leute gefunden wurden, die diese Vorraussetzung erfüllten. Das Ergebnis der Studie ergab folgende, überraschende Ergebnisse:

Bei den Hasch-Anhängern verringerte sich das Gehirnvolumen in bestimmten Regionen. So verkleinerte sich der Hippocampus um rund zwölf Prozent, der so genannte Mandelkern (Amygdala) um etwa 7,1 Prozent.

D.h. man muss schon Dauerhigh sein, um das Gehirn durch Cannabis zu schädigen.

Glücklich in Israel!?

Laut der Asia Times ist Israel das glücklichste Land der Welt. Wie es zu diesem Ergebnis kommt kann man hier nachlesen.

Links 16.05.08

Die Natur muss weg

Aus der Einleitung der neuen Phase 2 zum Schwerpunkt ‚Die Natur muss weg‘:

Über dreißig Jahre ist es jetzt her, dass der Club of Rome seinen Bericht über die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen und seine daraus folgenden Prognosen vorstellte und damit die kapitalistische Welt schockte. In den achtziger Jahren folgten weitere Endzeitszenarien wie Waldsterben, fischlose Meere, Wassermangel und Ölkriege. In Anschluss an die Tschernobyl-Katastrophe wurden zahllose Schulkinder mit Büchern über nukleare Katastrophen traumatisiert.

Einige der Endzeitszenarien sind inzwischen eingetreten, und bei den Debatten um »Klimawandel«, »Nachhaltigkeit« und »Umweltschutz« ist kein Ende abzusehen. Die Vorzeichen scheinen sich jedoch ebenso verändert zu haben wie die gesellschaftliche Verortung derjenigen, die die Debatte führen. An Stelle der zumeist technologiefeindlichen Untergangsstimmung früherer Jahrzehnte ist heute Technikoptimismus getreten. Zwar wird immer noch allseits vor der weltweiten Katastrophe – derzeit im Segment »Klima« anstehend – gewarnt, aber immer mehr setzt sich auch die Vorstellung durch, dass sich eben diese Katastrophe mit politischen und technischen Mitteln verwalten und in erträgliche Bahnen lenken lässt. Vor allem aber ist das Bild der Mahnenden nicht mehr von alternativ-ökologiebewegten BirkenstocksandalenträgerInnen geprägt. Die ProtagonistInnen der Debatte sind viel mehr arrivierte WissenschaftlerInnen, die Gehör quer durch alle politischen Parteien finden und die eines allzu romantischen Naturverständnisses eher unverdächtig erscheinen. Die Rettung der Welt vor den Menschen für die Menschen ist Chefsache geworden. Auf dem G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm versuchten sich die versammelten Regierungschefs den Rang abzulaufen, wer denn nun der/die »grünste« sei.
Zunehmend erscheint das Projekt »Naturschutz« dabei als kompatibel mit Fortschritt, sogar als untrennbar mit ihm verknüpft – seien es Solarzellen, alternative Energien oder agroindustrielle Kraftstoffe. Das Wirtschaftswachstum kann, zumindest in der Vorstellung der Freunde neuer Ökotechnologien, eigentlich unbegrenzt weitergehen, solange nur »nachhaltig« produziert werde. Der Sorge, das stetige Wachstum könnte durch den Verschleiß natürlicher Grundlagen gefährdet sein, wird mit der Hoffnung begegnet, dass genau dieses Wachstum zur Erneuerung der Grundlagen beiträgt. Insbesondere Deutschland präsentiert sich dabei nach Außen wie nach Innen als fortschrittlich-ökologische Vorbildnation. Als Klimasünder Nr. 1 gelten dagegen spätestens seit ihrer Weigerung, sich dem Kyoto-Protokoll zu beugen, die USA. Es ist kaum zu übersehen, wie sehr Ökologie und Klimaschutz inzwischen zum moralischen Kapital in der Staatenkonkurrenz geworden sind. Ganz unabhängig von wissenschaftlichen Gutachten, dem Realitätswert von Katastrophenszenarien und der Einführung von Dosenpfand erweist sich der derzeitige Klimadiskurs dabei – wie zu erwarten – insbesondere als antiamerikanischer, der weit mehr auf dem Stereotyp von einer US-Wegwerf- und Fastfood-Gesellschaft beruht als auf einer wie auch immer gearteten ökologischen Faktenlage. So wird die Welt in der internationalen Standortkonkurrenz zunehmend in ökologisch besonnene Modernisierer wie Deutschland und unersättliche Klimasünder aufgeteilt, zu denen neben den USA oft auch China und aufsteigende Schwellenländer gerechnet werden. Die gemeinschaftsbildende ideologische Kraft der Sorge um die Umwelt ist eben groß, und unter dem »globalen« Projekt des Umweltschutzes schimmert, insbesondere in Deutschland, das nationale Projekt des »Heimatschutzes« bei gleichzeitiger Sicherung der eigenen Konkurrenzfähigkeit durch.

Sehr zu empfehlen sind außerdem die neuen Ausgaben von bonjour tristesse und Prodomo.

Die Rückkehr der Prärie

switchgrass

Biosprit ist vielleicht doch nicht so schlecht wie gedacht, zumindest solange er aus dem Präriegras Rutenhirse (Panicum virgatum) gewonnen wird:

In einer großen Studie hat sich jetzt die zu den Gräsern zählende Rutenhirse als effektive Energiepflanze erwiesen. Es zeigte sich, dass sie rund 540 Prozent mehr Energie liefert als für den Anbau und ihre Weiterverarbeitung zu Ethanol nötig waren. Das berichtet eine Gruppe um Ken Vogel von der Universität Nebraska in Lincoln in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften.

Vogels Team hat das im Zuge der Studie geerntete Gras nicht in Ethanol gewandelt, sondern den potenziellen Ethanolertrag nur berechnet. Ergebnis: Der Präriegrasalkohol setzt rund 94 Prozent weniger Kohlendioxid frei als Benzin. Die Forscher betonen, dass ihre Resultate auf der Anbautechnik und den Grassorten von 2000 und 2001 beruhen. Beide seien inzwischen weiterentwickelt worden. Schon jetzt sei klar, dass die Rutenhirse (englischer Begriff: Switchgrass) das Potenzial habe, deutlich mehr Energie zu liefern, als für die Produktion und die Umwandlung zu Alkohol nötig sei. Versuche hätten gezeigt, dass sich die Ernteerträge noch um die Hälfte steigern ließen. Die grüne Gentechnik könne noch weitere Steigerungen bringen.

Das Switchgrass wuchs in Nordamerika einst in rauen Mengen. Als die ersten Siedler das Land eroberten, mussten die weiten Prärien mit dem mannshohen Gras Farmen und Viehzucht weichen. Wenn es nach den Plänen von US-Präsident George W. Bush ginge, könnten bald wieder riesige Grasflächen den Mittleren Westen der USA bedecken, um damit Amerikas enormen Appetit auf Energie zu stillen. Der Präsident, dessen Familie mit Öl reich wurde, will alternative Energiequellen wie Ethanol fördern.

den ganzen Artikel hier lesen

Bus>Bahn

Zumindest was die Klimabilanz laut diesem Artikel betrifft.

Saul Friedländer

Saul Friedländer über sein Buch Das Dritte Reich und die Juden

Es war mir klar, dass die jüdische Seite unbedingt integriert werden muss in der ganzen Schilderung des Holocaust, denn bislang hatten sich die Historiker meist darauf beschränkt, die Geschichte der Täter zu erzählen. Die Leute in den Ghettos, in den Lagern waren statistische Mengen: Hier wurden 1.000 Juden ermordet, hier waren es 20.000 und so weiter, am Ende zwischen fünf und sechs Millionen. Das ist eine abstrakte Masse. Der Leiter des Instituts für Zeitgeschichte in München allerdings, Martin Broszat, hat in einer Debatte mit mir betont, dass die Opfer, er meinte die Juden, den Holocaust in „mythischer Erinnerung“ haben. Die deutsche Geschichtsschreibung sei da viel rationaler. In gewissem Sinne sagte er: Lieber Herr Friedländer, Sie können diese Geschichte nicht schreiben, Sie sind – das hat er nicht gesagt, aber das ist implizit – viel zu belastet.

das komplette Interview gibt’s hier

Ach so

Der Bundesverband Biogene und Regenerative Kraft- und Treibstoffe (BBK) weist darauf hin, dass nicht nur Umweltschutzgründe für den Einsatz von Biosprit spreche, sondern auch Fragen wie etwa die Energiesicherheit. BBK-Geschäftsführer Martin Tauschke betont außerdem, dass es noch keinen umfassenden Vergleich der Ökobilanzen von Biodiesel und fossilem Kraftstoff gebe. Dieser müsse Umweltbelastungen wie das Abfackeln von Gas bei der Ölförderung und Umweltrisiken berücksichtigen und würde sicher zugunsten der Biotreibstoffe ausfallen, meint der Lobbyist.

hier der ganze Artikel

Links 05.10.07

the cons 5
[via]

Boykottiert Olympia? Christopher Hitchens zu Birma

Wahied Wahdat-Hagh über Steinigung als Staatsgesetz

Nichtidentisches zu den Reaktionen auf das Buch Die Israel-Lobby

Der kanadische Biologe Paul Hebert versucht anhand von Genschnipseln Tierarten und ganze Ökosysteme zu analysieren

Der Kuckuck ist Vogel des Jahres 2008

Artikel über die Geschichte der Shaw Brothers (Die 36 Kammern der Shaolin)

Terminator 4 – Gerüchteküche

Trailer zu Wristcutters: A Love Story

Trailer zu Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street dem neuen Film von Tim Burton